23Q2 S-Servicemaßnahme Diesel Abgas EA189

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    • Liebe Freunde des Forums,

      meine Wahrnehmung des ganzen Desasters bei VW ist zum großen Teil, dass die verantwortlichen Manager des Konzerns von der Spitze an eben nicht verantwortlich gehandelt haben und damit ethische, moralische und auch ökonomische wie rechtliche Grundsätze grobvorsätzlich missachtet haben.

      Dafür müssen sie zur Verantwortung gezogen werden.

      Dass darüberhinaus die politisch Verantwortlichen ein jämmerliches Bild abgegeben haben, hat das ganze nur noch verschlimmert.

      Noch ein schönes Wochenende. In der Hoffnung auf eine wirksame und überzeugende Rechtsprechung.

      Ecki
      ;)
    • Jonni schrieb:

      Ja, das ist richtig. Aber auch die haben Mitarbeiter und Familien, die darauf angewiesen sind, dass Geld verdient wird, von dem auch sie leben können.

      Nate schrieb:

      Auf was bezieht sich Dein Kommentar? Was ist richtig?
      Wenn ich Jonni richtig verstehe, meint er meine Aussage, dass es im Abgasskandal nur einen Gewinner, nämlich die Anwälte gibt. Er ist allerdings der Ansicht, dass auch Anwälte Geld verdienen müssen um zu leben. Hierzu eine Klarstellung:
      Wir haben in Deutschland ca. 165.000 zugelassene Anwälte. Davon dürften 0,1 bis max. 0,2 % vom Abgasskandal profitieren. Die ganz große Mehrheit der Mandanten verteilt sich auf wenige Kanzleien, die sich auf den Abgasskandal spezialisiert und darin für sich einen florierenden Geschäftszweig erkannt haben. Dabei handeln sie keinesfalls immer im ausschließlichen Interesse der Mandanten. So sind mir mehrere Fälle bekannt, in denen Anträge nicht sachgerecht waren und nur unnötig den Streitwert in die Höhe gerieben haben. Diese Kanzleien haben bisher schon viele Millionen Euro am Abgasskandal verdient.

      Ecki schrieb:

      meine Wahrnehmung des ganzen Desasters bei VW ist zum großen Teil, dass die verantwortlichen Manager des Konzerns von der Spitze an eben nicht verantwortlich gehandelt haben und damit ethische, moralische und auch ökonomische wie rechtliche Grundsätze grobvorsätzlich missachtet haben.
      Das sehe ich inzwischen ganz anders. Für mich ist VW (und damit auch die betroffenen Kunden) ein Opfer der Medien, des KBA und der eigenen Ängstlichkeit, dem KBA die Stirn zu bieten, wobei letzteres möglicherweise auch politisch verhindert wurde. Das Problem ist nicht die Abschalteinrichtung sondern die bei den meisten Euro-5-Fahrzeugen allein zur Stickoxidreduzierung verwendete Technik der Abgasrückführung (AGR), die nur bei vergleichsweise geringen Abgastemperaturen funktioniert und zudem zu einer Erhöhung der Rußpartikel führt. Die AGR ist eine Vorrichtung, bei der man die AGR-Rate bedarfsgerecht steuern muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die strenge und gerichtlich bisher nicht überprüfte Auslegung des Abschaltverbots durch das KBA verhindert eine sinnvolle Anwendung dieser Technik und ist daher kontraproduktiv. Auch wenn VW vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen ist, hat man technisch betrachtet im Prinzip das richtige gemacht, so dass man m.E. nicht von einer vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung sprechen kann.

      Andreas
    • floflo schrieb:


      Das sehe ich inzwischen ganz anders. Für mich ist VW (und damit auch die betroffenen Kunden) ein Opfer der Medien, des KBA und der eigenen Ängstlichkeit, dem KBA die Stirn zu bieten, wobei letzteres möglicherweise auch politisch verhindert wurde. Das Problem ist nicht die Abschalteinrichtung sondern die bei den meisten Euro-5-Fahrzeugen allein zur Stickoxidreduzierung verwendete Technik der Abgasrückführung (AGR), die nur bei vergleichsweise geringen Abgastemperaturen funktioniert und zudem zu einer Erhöhung der Rußpartikel führt. Die AGR ist eine Vorrichtung, bei der man die AGR-Rate bedarfsgerecht steuern muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die strenge und gerichtlich bisher nicht überprüfte Auslegung des Abschaltverbots durch das KBA verhindert eine sinnvolle Anwendung dieser Technik und ist daher kontraproduktiv. Auch wenn VW vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen ist, hat man technisch betrachtet im Prinzip das richtige gemacht, so dass man m.E. nicht von einer vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung sprechen kann.
      Andreas
      Hallo,
      da bist Du nicht der Einzige.
      Dieser Argumentation folgen mittlerweile viele Ingenieure und Techniker.
      Auch die Zulassungsbehörden anderen europäischer Staaten sehen den Fall mittlerweile mit anderen Augen und halten die Vorgehensweise von VW in diesem Sinne durchaus für gerechtfertigt.
      Allerdings sind solche Ansichtigen nicht geeignet im breiten Feld auf große Zustimmung zu stoßen.
      Will schreiben ist nicht Publikumswirksam oder publizistisch.

      Gruß
      Hannes
    • Neu

      Ich habe an einer öffentlichen Verhandlung i. S. Schummeldiesel (Individualklage) teilgenommen. „Lustig“, wie das da abläuft...diese ganzen Verfahren könnte sich VW demnach eigentlich sparen, ein einziges „Geschacher“, sehr fragwürdig das Ganze.
      Immer mehr habe ich den Eindruck, dass VW gar nicht an einem Urteil gelegen ist und hofft, dass möglichst wenige klagen.
      Das vorgetragene Angebot eines „Schadensersatzes“ von VW an den Kläger zu Beginn der öffentlichen Sitzung empfinde ich als lächerlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass darauf irgendjemand eingeht.

      Gruß
      Soll doch die rechtschreibkorrektur machen, was sie will, mir wurscht... :D
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