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VW News

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Freitag, 19. August 2016, 14:27

Volkswagen droht widerspenstigem Lieferanten Ordnungshaft an

Im juristischen Streit zwischen dem VW-Konzern und einem Zulieferer verschärft der Autobauer die Gangart. Weil der Zulieferer den Konzern nicht mit nötigen Getriebebauteilen versorgt, muss VW die Produktion des VW Golf für mehrere Tage stoppen. Deshalb stellten die Wolfsburger beim Landgericht Braun

papa

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2

Freitag, 19. August 2016, 16:36

Was aber nicht aus dieser Meldung hervorgeht, warum die Lieferanten streiken.

VW versucht seinen strikten Sparkurs auch auf die Zulieferer abzuwälzen. Volkswagen baut Schei..e, die Zulieferer sollen dafür den Gürtel enger schnallen, b.z.w. werden wegen der Einsparung von zu viel unterschiedlichen Teilen kurzfristig die Verträge gekündigt.
Grüße Willi

2.0 TDI 125kW 350 Nm , 4Motion , Deep Black, Highline Plus, Bi-Xenon , RNS 510, MTV - Premium , Winterpaket, Lane-, Light-, Rear- Assist , ParkPilot , MFL , GRA , Climatronic , Standheizung , AHK

Das Böse ist immer und überall,

ich kann aber nicht überall sein.

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el Chupa Cabra (21.08.2016), aramis (23.08.2016)

Jonni

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3

Freitag, 19. August 2016, 17:42

Dennoch: pacta sund servanda, wie der alte Julius schon vor über 2000 Jahren gesagt hat.

Wenn ich mit einem anderen einen Vertrag über die Belieferung von Teilen schließe, kann ich nich einfach "aussteigen" und meinen vertraglichen Pflichten nicht mehr nachkommen. Der Streit ist bereits gerichtsanhängig. Unabhängige Richter haben also schon ein Prüfung der Sach- und Rechtslage vorgenommen. Folge: Lieferant muss liefern. Wenn er das dennoch nicht macht und meint die deutsche Rechtsprechung sei für ihn nicht maßgeblich, so kann das für ihn zu ernsten Problemen führen.

Und noch etwas. Hat irgendjemand den Lieferanten unter Drohung von Gewalt oder eines empfindlichen Übels gezwungen, eine Vertragsbeziehung mit VW einzugehen? Wüsste ich nicht. So ist das eben. Mal verliert man und mal gewinnt man nicht. ;)

Jonni

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4

Samstag, 20. August 2016, 06:34

Doch, man kann als Lieferant sehr wohl "Aussteigen", wenn entsprechende Gründe vorliegen!
Und wer im Bereich der Automobilzulieferer arbeitet wird wissen das unheimlich gerne NACH den Preisverhandlungen, mit
den Zulieferern, noch Bedingungen nach geschoben werden.
Die Knebel- und Knecht-Verträge die seitens der Automobilhersteller "aufgezwungen" werden sind da oft jenseits der
Schamgrenze und das mal Gerichtlich zu begutachten äußerst begrüßenswert.

Und so viele Zulieferfirmen gibt's nicht mehr (jedenfalls nicht für Sitze), da währe
- brose
- Keiper Recaro (jetzt Johnson Controls)
- Faurecia

Interessant ist auch folgender Wiki-Beitrag
https://de.wikipedia.org/wiki/Automobilzulieferer

Und hier mal eine Liste von Zuliefer-Unternehmen
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_…mobilzulieferer

papa

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Samstag, 20. August 2016, 08:36

Hat irgendjemand den Lieferanten unter Drohung von Gewalt oder eines empfindlichen Übels gezwungen, eine Vertragsbeziehung mit VW einzugehen?
Wüsste ich nicht. So ist das eben.
Hi Jonni,

vielleicht weißt es du nicht wie die Verträge zu Stande kommen, ich auch nicht, aber wenn man die Meldungen in den Medien der letzten Jahre so verfolgt hat, dann spricht das durch aus Bände über die sogenannten Knebel-Verträgen von Abhängigen (Aldi-Prinzip).

Der dauerwährende sogenannte Sparkurs der Automobilhersteller, der Slogan "Gewinnmaximierung" und die Verpflichtung, trotz schwacher Finanzmärkte, den Aktionären immer höhere Dividenden auszuzahlen (und auch stetig steigende Manager-Vergütungen), zeigt auch auf wo hin die Ganze Sache läuft. Manche haben in ihrem BWL-Studium anscheinen einiges nicht verstanden, oder sie hatten schlicht weg fehlgeleitete Professoren.

Wenn man von Vertragspartner spricht, sollte man den Begriff "Partner" vorne anstellen und nicht den Vertrag. Heute bekommt man langsam den Eindruck, dass die Zulieferindustrie von den Fahrzeugherstellern mehr als Wegwerfartikel gesehen wird, als wie als Bestandteil des Unternehmenserfolg.

Dass man nicht einfach aus laufende Verträgen aussteigen darf ist klar, aber ich sehe das eher wie einen wilden Streik.
Und übrigens, VW nimmt sich auch das Recht heraus laufende Verträge nach ihren Gutdünken anzupassen, ob es dem Zulieferer gefällt oder nicht. Ist halt mal so, und für Abhängige gilt, gute Mine zum bösen Spiel.
Grüße Willi

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