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Bronny

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  • »Bronny« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 1. April 2016, 22:51

Der schmutzige Adblue-Trick der Autobauer

Der Heise-Verlag (u.a. Herausgeber der Computer-Zeitschrift "c't") hat einen Aprilscherz online gestellt: "Volkswagen: Keine neuen Dieselmotoren mehr" - www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-Ke…hr-3160667.html .
Und wenn man nun den Arikel "Der schmutzige Adblue-Trick der Autobauer" der Wirtschaftswoche vom 30. März 2016 - www.wiwo.de/technologie/auto/diesel-skan…371484-all.html - liest, was definitiv kein Aprilscherz ist, kommt man schon ins grübeln ...

papa

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Samstag, 2. April 2016, 09:50

Hi Bronny,

wenn man mal die Schreibweise / Darstellungsart der WiWo außer acht lässt, dann steht da nichts Neues.

Es ist ausreichend und längst bekannt, dass dank intensiver Lobbyisten-Arbeit die europäischen Tests für die Zulassungsverfahren nach E6 schlicht weg eine Farce sind. Es sind nicht die Autobauer sondern die Politiker und Gremien in der EU die hier in der Verantwortung stehen. Wer sich so über den Tisch ziehen lässt und solchen Verfahren die Zustimmung erteilt der sollte auch dafür die Verantwortung übernehmen und seinen Hut nehmen müssen.

Man kann es natürlich auch immer wieder gebetsmühlenartig über oder durch die Medien den Autobauern zuschieben, es ändert aber nichts daran, dass es die EU-Gremien waren die diese Rechtsgrundlagen erlassen haben. Moralisch stehen natürlich die Autobauer in der Pflicht, technische, vielleicht nicht die elegantesten, Lösungen gäbe es, man müsste sich halt trauen der Erste zu sein und sie umsetzen.
Grüße Willi

Sie glauben mich verstanden zu haben? Dann muss ich mich wohl falsch ausgedrückt haben.

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floflo

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Samstag, 2. April 2016, 10:57

Ich sehe das genauso wie papa. Ob aber schärfere und vor allem realistischere Abgastests einfach umsetzbar sind, ohne dass dies zu einer deutlichen Preisanhebung und auch zu Nachteilen bei der Zuverlässigkeit von Dieselmotoren führt, vermag ich nicht zu beurteilen. Umweltschutz ist zweifellos sehr wichtig, aber irgendwo muss man die Kirche doch im Dorf lassen. Mit der AdBlue-Technik lässt sich die Euro-6-Norm einhalten, aber bereits die scharfen Abgasbestimmungen in den USA, besonders in Kalifornien bringen die Fahrzeughersteller an ihre Grenzen. Die ursprüngliche Manipulation mit der Prüfstandserkennung funktionierte dort anfangs nur unzureichend, was zu massenweisen Ausfällen der DPF geführt hat, weil die Fahrzeuge im praktischen Betrieb mit der Prüfstandseinstellung weiterfuhren, also gerade keine Abschaltung erfolgte. Das trifft im Prinzip auch auf die in Europa betroffenen Euro-5-Fahrzeuge zu, bei denen es ohne Abschaltung bzw. Drosselung der AGR vermutlich zu großen Problemen mit dem DPF kommen würde. Durch das geplante Update lässt sich nach meiner Überzeugung das Problem auch nicht lösen sondern nur vergrößern, da die Fahrzeuge letztlich erst durch das Update ihre Betriebserlaubnis verlieren werden, solange die veränderten Abgaswerte nicht in die Papiere eingetragen werden.

Andreas

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papa

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Samstag, 2. April 2016, 11:23

Preisanhebung und höhere Betriebskosten.

Dass eine angepasste Abgasreinigung nicht für lau zu haben ist das sollte jeden real Denkenden wohl klar sein.

Bei den höheren Betriebskosten möchte ich nur anmerken, dass sich früher kaum einer daran gestoßen hat, dass ein Öl-Verbrauch von 1 Liter auf 1000 km als normal betrachtet wurde. Wenn man heute den Verbrauch von AdBlue gegenüber stellt, was kostet ein Liter Öl und was kostet ein Liter AdBlue. Selbst wenn man AdBlue in Kleinmengen im Kanister erwirbt, sind das etwa 1,50 EUR/Liter und wenn man seinen Kanister dann an der Tankstelle auffüllt bekommt man es deutlich unter 1,00 EUR.

Mehr an Betriebskosten ca. 0,1 Cent pro km und was kostet es sein Auto in die Waschstraße zu bringen, 10,00 EUR.
Grüße Willi

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Montag, 4. April 2016, 09:04

Warum ärgern?
Seit dem es Katlysatoren, AGR Ventile und andere "Spaßbremsen" im PKW gibt muss man nur "asozial" (um hier einen Forianer zu zitieren) genug sein um entweder mit einer Brechstange den Kat "auszuräumen", mit einem Metalblech unter der Dichtung die AGR zu unterbrechen, oder -neuerdings- mit "Chiptuning" den SCR Kat abzuschalten und damit den AdBlue Verbrauch damt auf "0" zu senken...

Solange man dies ungestraft tun kann, einschlägige Angebote im Internet auftauchen und auch in diesem Forum dieses Verhalten gebilligt wird, denke ich das es weder ein "Skandal" ist noch bei den Verantwortlichen irgendein "Unrechtsbewusstsein" gibt, fleißig zu "manipulieren" und gesetzliche Vorgaben "kreativ auszulegen". :evil:
Ich verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung und besten Grüßen ergebenst ihr
mavo