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[ Antrieb ] Elektromobilität

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  • »dreyer-bande« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 23. November 2016, 12:58

Elektromobilität

Zitat

RE: Elektro Mobilität






Zitat




[img]http://www.tiguanforum.de/forum/wcf/icon/quoteS.png[/img]
Zitat von »papa«





Wie sagte mein früherer Boss so schön, "wer zu spät kommt, den
bestraft das Leben". So sehe ich das auch bei Volkswagen, die haben
schlecht hin die Zeichen der Zeit ignoriert, oder nicht sehen wollen.

Kannst du mir das mal näher erklären? Inwiefern hat VW denn die Zeichen der Zeit ignoriert? Soll VW
etwa Autos entwickeln und bauen, die keiner haben will? Ist es nicht
vielmehr so, dass die wenigen Hersteller, die E-Autos anbieten, Zeichen
gesehen haben, die gar nicht da sind? Die Entwicklung von E-Autos ist
doch ein kleiner Akt, der nicht viel Vorlaufzeit braucht, wenn man als
Basis bestehende Fahrzeuge nimmt, wie z.B. den Golf. Die eigentliche
Entwicklungsarbeit betrifft die Stromquellen, doch die sind nicht das
Metier der Fahrzeughersteller. Solange es bei aller Forschungsarbeit
nicht gelingt, Batterien herzustellen, die bei vergleichsweise geringem
Gewicht soviel Kapazität aufweisen, dass damit reale Reichweiten von
mindestens 500 Km erreicht werden und solange die Industrie nicht in der
Lage ist, diese Batterien so schnellladefest zu machen, dass weder
akute Gefahren bestehen noch die Kapazität merklich nachlässt, so lange
bleibt das E-Auto ein Nischenprodukt für den Kurzstreckenverkehr. Wenn
man den technischen Fortschritt bei Batterien/Akkumulatoren in den
letzten 50 Jahren betrachtet und mit anderen Technikbereichen
vergleicht, kann ich mir nicht vorstellen, dass innerhalb der nächsten
50 Jahre der große Durchbruch kommen wird. Dass jetzt plötzlich auch VW
Aktivitäten beim E-Mobil entwickelt, ist einerseits dem Druck aus
Politik und Medien geschuldet und andereseits dem Umstand der
staatlichen Förderung, an der die Automobilkonzerne kräftig mit
verdienen. Das wird sicherlich jetzt auch dazu führen, dass mehr E-Autos
gekauft werden, allerdings nur für den Kurzstreckenverkehr, so dass
sich auch trotz der staatlichen Förderung der Verkauf von E-Autos in
überschaubaren Grenzen halten wird. Und sollte doch der revolutionäre
Durchbruch bei der Entwicklung von leistungsfähigen Batterien kommen,
kann man das ziemlich schnell in ein Auto umsetzen.



Was E-Autos anbetrifft, hat VW
mit seiner abwartenden Haltung eigentlich alles richtig gemacht. Die
erforderliche Technik zum Bau von langstrecken- und damit
alltagstauglichen E-Autos gibt es noch nicht und sie ist auch nicht in
Sicht. Wenn die Reichweite aktueller E-Autos in den letzten Jahren
sichtbar gestiegen ist, so ist dafür nicht der technische Fortschritt
ursächlich sondern, weil man die Anzahl der Batterien erhöht hat, dabei
jetzt aber an einer Grenze angelangt ist. Nicht einmal die
durchschnittlich 100.000 Euro teuren Teslas kommen wesentlich über eine
reale Reichweite von 300 Km hinaus, viel zu wenig, um das E-Auto zu
einem Massenprodukt werden zu lassen. Und dann braucht es selbst mit
Supercharger noch 40 Minuten, um die Batterie zu 80 % aufzuladen. Die
Frage, wie viel von der Anfangskapazität der Batterien bei diesen
Schnellladungen nach 3 Jahren noch vorhanden ist, scheint sich wohl
niemand zu stellen. Vielleicht ist das aber auch nicht notwendig, weil
die Zellen zuvor ohnehin schon in Flammen aufgegangen sind.



Andreas
Hallo,
ich denke der Beitrag von Andreas ist ein eigenes Thema wert.

Wenn ich mir die Leistungsfähigkeit der Accus an meinem Pedelec so betrachte (und auch die Ladedauer), fällt es mir schwer in die elektrische Mobilität bei PKW Vertrauen zu setzen.
Im Hinblick auf eine Neuanschaffung habe ich tatsächlich Plug-In und reine Elektromobile in Erwägung gezogen und bisher verworfen.
  • in der Anschaffung zu teuer
  • Vorteile im Verbrauch amortisieren die höheren Anschaffungskosten nicht
  • fehlende Mobilität bei Aufladung (Tankstellennetz)
  • Ladezeiten zu lang
  • Zusatzkosten für Stromanschluß "Home"
Da ich mit dem "Ding" auch über Land fahren möchte und nicht auf einem Golfplatz wohne, streuben sich die verbliebenen Haupthaare.

Als derzeit Maximale zum Thema Elektromobilität kann ich mir den Toyota RAV 4 Hybriden, Mitsubishi Outlander oder KIA Niro vorstellen.
Weniger ist bekanntlich manches Mal mehr.
Die Tendenz geht zum Benziner.

Gruß

Hannes

tori0512

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2

Mittwoch, 23. November 2016, 14:32

Hallo,

ein wichtiger Punkt ist für alle Autohersteller ihren Flottenverbrauch und Abgaswerte nach unten zu bringen. Wer Hubraumstarke Autos baut muss auf der anderen Seite auch E- Fahrzeuge anbieten.

In manchen Ländern dürfen Hersteller ihre Autos nur verkaufen, wenn sie nachweisen können das sie auch E-Fahrzeuge im Portfolio haben. Dies wird aber nur gelingen, wenn der Kaufpreis deutlich gesenkt wird, was heißt es müssen mehr Fahrzeuge gekauft werden. Und solange es keine flächendeckende Möglichkeit der Aufladung gibt, wird das sehr schwierig.



Gruß aus Leipzig

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Mittwoch, 23. November 2016, 15:45

Hallo,

ein wichtiger Punkt ist für alle Autohersteller ihren Flottenverbrauch und Abgaswerte nach unten zu bringen. Wer Hubraumstarke Autos baut muss auf der anderen Seite auch E- Fahrzeuge anbieten.

...................................


Gruß aus Leipzig
Hallo,
die Hersteller müssen die E-Fahrzeuge nicht nur anbieten.
Die E-Fahrzeuge tragen zur Senkung des Flottenfahrzeugs nur bei, wenn Sie auch verkauft werden.

Auch würde ich Toyata, Mitsubishi und KIA nicht gerade als Produzenten von hubraumstarken Autos bezeichnen.

Gruß

Hannes